Diamantbestattung

•August 2, 2008 • Kommentar schreiben

Bei der Diamantbestattung handelt es sich um eine relativ neue Variante der Bestattung. Ein Teil der Asche des Verstorbenen wird in einem aufwendigen Verfahren zu einem synthetischen Diamanten gepresst und stellt somit eine bleibende Erinnerung an den betreffenden Menschen dar.

Die Kristalle werden aus amorphem Kohlenstoff gezüchtet. Daher muss die Einäscherung des Verstorbenen bei etwas 900 Grad erfolgen. Eine herkömmliche Feuerbestattung wird bei bis zu 1 200 Grad durchgeführt und hinterlässt in der Asche keine Kohlenstoffanteile. Ist der Kohlenstoff aus der Asche gelöst, wird er in einem langwierigen Verfahren zu einem Diamanten gepresst. Dazu sind ein extrem hoher Druck und Temperaturen von etwas 1 600 Grad nötig.

Der entstandene Rohdiamant kann weißlich bis bläulich erscheinen, dies ist individuell verschieden und hängt vom jeweiligen Bor-Gehalt der Asche ab. Um einen 1 Karat großen Diamanten zu erzeugen, werden 500 Gramm Asche benötigt. Bei der Einäscherung eines Erwachsenen entstehen etwa 2,5 Kilogramm Asche. Grundsätzlich können Sie also mehrere Diamanten herstellen lassen. Ebenso bestimmen Sie selbst über die Form des Schliffes. Der Diamant kann mittels Laser mit den Daten des Verstorbenen versehen werden, dies ist dann jedoch nur unter einem Mikroskop lesbar. Auf Wunsch werden die Erinnerungsdiamanten auch zu edlen Schmuckstücken verarbeitet.

Da in Deutschland Bestattungszwang besteht, ist eine Diamantbestattung eigentlich nicht durchführbar. Auf ausdrücklichen Wunsch des Verstorbenen, besteht jedoch die Möglichkeit, die Asche in Länder zu überführen, in denen die Diamantbestattung eine gesetzlich anerkannte Bestattungsart ist. Dazu zählen die Niederlande oder die Schweiz. Eine Diamantbestattung kostet zwischen 5 000 und 13 000 Euro.